Informationen zu:
ADS ( Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom )
Diese Aufmerksamkeits-"Störung" findet
sich seit 1970 verstärkt bei Kindern in den USA und Europa.
In asiatischen Ländern scheint sie relativ selten zu sein.
Auch viele Erwachsene leiden unter den Symptomen der Unkonzentriertheit,
haben aber im Laufe der Zeit - bewusst oder unbewusst- Mechanismen
entwickelt, um diese Verhaltens-weisen zu kaschieren.
Meist ist ihnen ihre "Andersartigkeit" gar nicht bewusst.
Merkmale von Kindern mit ADS :
- leicht ablenkbar
- nur kurze ,dafür aber sehr intensive Aufmerksamkeitsspanne
- lange Konzentration auf selbst gewählte Inhalte
möglich
- unorganisiert
- sehr selbstbewusst und willensstark
- Schwierigkeit, Anordnungen zu folgen
- großes Interesse an visuellen Reizen
Eine andere Art, die Welt zu sehen?
In dem gleichnamigen Buch weist Thom Hartmann darauf hin,
dass man viele der als "Defizit" klassifizierten Eigenschaften
dieser Kinder genauso gut als besondere Fähigkeiten ansehen
kann. Denn diese "Besonderheiten" können u. U.
sogar sehr wünschenswert und hilfreich sein. Nur in unserer
-noch- anders orientierten Umwelt scheinen sie zu stören.
Dieser positive Denkansatz, der nicht nach " Fehlern"
sucht, sondern nach "Besonderheiten", ist im Umgang
mit diesen Kindern von großer Bedeutung.
So kann z.B. ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom),
d.h. die scheinbare Unfähigkeit, sich auf eine Sache zu
konzentrieren, genauso gut als " Fähigkeit, sich auf
vieles gleichzeitig konzentrieren zu können"
gewertet werden kann.
ADHS
Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom mit Hyperaktivität
Angst bei Kindern
Kinder, die dem "magischen Denken" noch sehr verhaftet
sind und die Realität nicht in dem Maße überblicken,
wie ein Erwachsener, leiden oft wesentlich stärker unter
Ängsten, als man annimmt. Schon eine unbedachte,
von den Kindern falsch aufgefasste Bemerkung der Eltern
kann tiefe Ängste auslösen.
Auch das Gefühl, der Willkür einer Person wehrlos ausgeliefert
zu sein, löst Angst aus.
Andererseits sind Kinder wesentlich aufgeschlossener für
beruhigenden Zuspruch eines Erwachsenen und können Imaginations-Übungen
zum Abbau von Ängsten wesentlich schneller umsetzen.
Auch die Angstträume kleiner Kinder sollten nicht
unterschätzt werden. Oft drücken sich hierin Erinnerungen
an ein Trauma aus einem vergangenen Leben aus,das auf diese Weise
von der Seele verarbeitet wird.
Selbstwertgefühl
Jedes Kind braucht die Bestätigung durch seine Eltern
und die Umwelt, dass es "in Ordnung" ist, so wie es
ist. Eigenschaften, mit denen wir Erfolg hatten, behalten wir
bei. Eigenschaften, die uns in Schwierigkeiten gebracht haben, versuchen
wir zu unterdrücken.
Wenn ein Kind in einer Umgebung aufwächst, in der seine
besonderen Fähigkeiten nicht geachtet werden und es stattdessen
dafür beschimpft wird, wird das Selbstwertgefühl
dieses
Kindes massiv gestört.
Auch ständige Kritik und Misserfolg in der Schule
können ein Kind schwer verunsichern und sogar krank
machen. Wenn das Kind aber das Gefühl hat, wenigstens auf
irgendeinem Gebiet erfolgreich zu sein, kann dieser Erfolg ihm
das nötige Vertrauen in seine Fähigkeiten wieder geben.
Sensitivität
Untersuchungen haben ergeben, dass die Kinder der Neuen Zeit
oft sehr sensitiv sind, ohne dass ihnen dies als "Besonderheit"
bewusst ist. Oft nehmen sie Engel wahr, erinnern sich an Einzelheiten
aus früheren
Leben oder "wissen" intuitiv um Dinge, die sie eigentlich
nicht wissen können.
Es ist wichtig, dass Eltern und Erzieher, die ja
normaler Weise diese Fähigkeiten nicht haben, die Äußerungen
der Kinder ernst nehmen und sie nicht lächerlich
machen!
Sonst verschließen sich die Kinder ihnen gegenüber
und verlieren das Vertrauen zu ihnen.
Es ist hilfreich, den Kindern zu erklären, wie sie mit ihrer
Sensitivität umgehen und ihr sehr zartes Energiesystem schützen
und gegen unerwünschte Fremdeinwirkungen abschotten können.
ADS und Hyperaktivität können auch eine
Folge dieser Feinfühligkeit sein, wenn die Kinder
nicht die Möglichkeit erhalten, sich in -dringend benötigten-
Ruhephasen zu entspannen!
Hyperaktivität
Als "hyperaktiv" bezeichnet man Kinder, die
"übermäßig" aktiv sind. Sie
scheinen von einer inneren Unruhe getrieben zu sein und nicht
über einen längeren Zeitraum ruhig in einer Position
bzw. an einem Platz verharren können. Sie verhalten sich
meist sprunghaft, wirken "fahrig" oder nervös
und wirken sehr störend auf ihre Mitmenschen, wenn diese
sich gerade auf etwas konzentrieren bzw. ausruhen wollen.
Es ist sehr wichtig, sich klar zu machen, dass auch die Kinder
selbst unter dieser Unruhe leiden und sich nach Abhilfe sehnen.
Hyperaktivität ist nicht die eigentliche Störung
sondern nur eine Art "Alarmsignal", das Eltern
und Lehrer darauf aufmerksam machen soll, dass im Umfeld
des Kindes etwas nicht stimmt.
Hochbegabte Kinder
Unter "Hochbegabung" versteht man einen Intelligenzquotienten
von über 130. Die Hochbegabung kann sich auf Leistungen
in einem Teilbereich begrenzen. Z. B. kann eine Hochbegabung
nur im sprachlichen Bereich vorliegen , oder nur im mathematischen
Bereich. Meist ist sie auf kognitive Fähigkeiten begrenzt.
Sie kann sich aber genauso gut in einer künstlerische Begabung
ausdrücken.
Es ergibt sich dann die Schwierigkeit, dass diese Kinder
einerseits in der Schule unterfordert sind, andererseits
aber noch nicht die notwendige psychische und soziale Reife
haben, um eine oder mehrere Klassen zu überspringen. Es
gilt, die besonderen Fähigkeiten des Kindes
zu fördern, ohne ihm das Gefühl zu geben, "mehr
wert" zu sein, als andere Kinder.
Wichtig ist auch - gerade bei Kindern, die es gewohnt sind, sehr
erfolgreich zu sein, - dass sie die nötige Frustrations-Toleranz
besitzen, wenn sich auf anderen Gebieten einmal Misserfolge
einstellen.
Lern-Blockaden
Wenn ein Kind trotz guter Intelligenz und Fleiß
keinen Erfolg hat, kann eine Lern-Blockade die Ursache
sein. Stress und das Gefühl von Leistungsdruck erschweren
es, neue Inhalte aufzunehmen und fehlerfrei wiederzugeben.
Der Grund ist oft, dass das Gehirn in Zeiten erhöhter Anspannung
nur einseitig arbeitet. Um erfolgreich zu lernen und zu arbeiten,
ist aber das harmonische Zusammenspiel beider Hirnhälften
notwendig. Mit kinesiologischen Übungen kann man
auch in Stress-Situationen beide Hirnhälften dazu
bringen, zusammen zu arbeiten.
Konsequentes Erziehungsverhalten
Konsequenz in der Erziehung ist eines der Geheimnisse,
durch die das Leben mit einem ADHS-Kind leichter wird.
"Grenzen setzen" und eine "klare Linie" vorgeben,
vermittelt Kindern, für die Vielfalt Verwirrung und Stress
bedeuten, ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Das
Leben wird für sie Überschaubarer und sie haben das
Gefühl, dass ihre Eltern "zuverlässig"
sind.
Familienaufstellungen
Jeder Mensch hat eine bestimmte Vorstellung von seiner Familie,
und auch davon, wie die einzelnen Familienmitglieder zu einander
stehen. Diese Familien-Struktur kann sowohl durch Stellvertreter
als auch durch Symbole wie Kissen oder Figuren bildlich dargestellt
werden. Für einen Therapeuten ergeben sich hieraus Hinweise
darauf, ob und wo die "gute Ordnung" gestört ist
und wo die therapeutische Arbeit ansetzen kann.
Psychosomatische Erkrankungen
Körper und Seele bilden eine Einheit und stehen in ständiger
Wechselwirkung zu einander. Wenn der Körper krank ist, leidet
auch die Seele: Der Mensch fühlt sich nicht wohl...
Genauso ist es umgekehrt: Wenn die Bedürfnisse der Seele
ständig übergangen werden, wenn ein Kind z.B.
nicht trauern oder seine Ängste nicht äußern
darf, wird der Körper auf symbolische Weise leiden. Unspezifisches
"Bauchweh" oder "Kopfschmerzen"
können genauso seelisch bedingt sein, wie ständig wiederkehrende
Infekte. Allergien oder allergisches Asthma können
auf einen seelischen Konflikt hinweisen, ebenso wie nächtliches
Bettnässen bei älteren Kindern. Alle
diese Erkrankungen des Körpers können psychosomatische
Hilferufe der Seele des Kindes sein. Ist die seelische
Ursache bearbeitet, verschwindet meist auch körperliche
Störung.
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