Liebe Eltern!
Warum "Eltern sein" so schwierig ist
Zu keiner Zeit war es eine leichte Aufgabe, Kinder auf verantwortungsvolle
Weise zu erziehen und so auf ihr künftiges Leben vorzubereiten!
Zu allen Zeiten waren sich Eltern unsicher und fragten sich,
ob sie sich "richtig" verhalten.
Auch die besten Eltern ,die schon viel Erfahrung mit der Erziehung
ihrer Kinder haben, werden sich manchmal "falsch" verhalten
und ihre Kinder nicht so behandeln, wie diese es bräuchten.
Dies ist einfach so -und es muss vielleicht so sein, weil dies
die Vorraussetzung dafür ist, dass unsere Kinder sich später
von uns abgrenzen, um vieles anders zu machen. Nur so ist eine
Weiterentwicklung möglich.
"Eltern sein" heute
Leider fehlt die "Gebrauchsanweisung", wenn wir unser
Kind zum ersten Mal in den Armen halten, und einen "Führerschein
für Eltern" haben die wenigsten .
Zum Glück erinnern wir uns an unsere eigene Kindheit, wie
sich unsere Eltern verhalten haben, und wie wir uns dabei gefühlt
haben.
Manche Verhaltensweisen wollen wir vielleicht von unseren Eltern
übernehmen, manche ganz bestimmt nicht.
Und dann ist da noch der zweite Elternteil, der vielleicht ganz
andere Erfahrungen gemacht hat in seiner Kindheit. Hier gilt
es einen Mittelweg zu finden und sich zu arrangieren.
Einfach ist das gewiss nicht, - vor allem deshalb, weil man ja
gar nicht weiß, wo die "Stolperstellen " unseres
Eltern-Seins liegen.
Bis vor einigen Jahren hat all dies trotzdem soweit funktioniert,
weil Eltern und Kinder von derselben Art waren.
Seit 1978 hat sich dies grundlegend geändert.
Denn:
Die Kinder der Neuen Zeit sind anders!
Bereits seit Beginn der Siebziger Jahre stellten Eltern und
Lehrer -zunächst in den USA und mit zeitlicher Verzögerung
auch in Europa - fest, dass die Erziehung und das Zusammenleben
mit den Kindern sich deutlich veränderte und immer "schwieriger"
wird.
Viele dieser Kinder scheinen Eigenschaften zu haben, die bei
den vor 1970 geborenen Kindern so nicht bekannt waren und auf
die die Erwachsenen nicht vorbereitet sind.